Über mich

Aufgewachsen bin ich ganz idyllisch in einem 1000-Seelen-Dorf im Thurgau. Nach meiner originellen Ausbildung zur Kauffrau zog es mich mit 18 in die Grossstadt. Berlin rief. Na ja, eigentlich. Mein Praktikum bei ’nem Musiklabel wurde mir aber einen Tag vor der grossen Abreise abgesagt. Aber pssst. Mama und Papa wissen das bis heute nicht. Gegangen bin ich nämlich trotzdem. Und hab mir vor Ort einfach ’ne neue Praktikumsstelle gesucht. Schliesslich hatte ich mein Zimmer und das Zugticket schon.

Hat auch tatsächlich geklappt. Bin dann im Mediengeschmeuse gelandet. Habe nicht vor 10 Uhr angefangen zu arbeiten, den Kaffe beinahe intravenös benötigt und mit den kreativsten Leuten verschiedene Sendekonzepte ausgearbeitet und in gefühlt Hundert-Testsendungen die Hauptrolle gespielt. Ist auch was.

Schweren Herzens bin ich dann nach einem halben Jahr wieder zurück. Wollte etwas anderes sehen. Irgendwo richtig was bewirken können. So habe ich ein soziales Praktikum im Bereich der Betreuung von Verhaltensauffälligen mit Behinderung absolviert. Seither hege ich ungemeinen Respekt vor jeglichem Pflegepersonal.

Selber hat es mich wieder ins Medien-/Eventbusiness gezogen. Bereits während meiner Ausbildung habe ich nebenbei an Konzerten gejobbt. Nun durfte ich bei einem grossen Zürcher Konzertveranstalter anheuern. Als Praktikantin versteht sich.

Von dem ganzen Glitzer, Bier und Gekreische brauchte ich anschliessend etwas Abstand. So hab ich mir ein hübsches Zimmer in Bern geschnappt und ein Jahr lang im Kampagnen-Team von Amnesty International gearbeitet. Wieder als Praktikantin. Ich sag euch, den Titel werde ich so schnell echt nicht mehr los. Aber es war ungemein erfrischend. Wobei, eigentlich eher schockierend. Aber auf eine einleuchtende Art und Weise. Meinem Französisch hat es auch nicht geschadet.

Nun bin ich in Chur gelandet. Und hab mich selten so wohl gefühlt. Das Multimedia Production Studium war ein echter Glücksgriff. Wer hätte gedacht, dass ich einmal gerne zum Unterricht erscheine? Nun, mein ehemaliger Mathe-Lehrer bestimmt nicht. Die Möglichkeiten, die sich uns hier bieten, werde ich versuchen, vollkommen auszuschöpfen. Umgeben von so viel Kreativität und Engagement möchte ich so viel wie möglich profitieren und dazu lernen. Das obligatorische Bier dazwischen soll dabei aber natürlich nicht untergehen.

 

pony