AMSTERDAM – Mein Projekt

Nach einem kurzen Nickerchen im Auto erwachten wir pünktlich bei der Ankfunft in Rotterdam. Eine moderne Stadt. Wobei, nein. Alt und Neu wird kombiniert. Platz ist zu Genüge da. Viel Grün. Wow – an den Fussgängerstreifen leuchtet sogar eine Lampe für die Autofahrer auf, um sie darauf aufmerksam zu machen. Wir sind gespannt auf die IABR – The Next Economy (International Architecture Biennale Rotterdam).

Ja, da waren definitiv Architekten am Werk. Als wir in der Halle ankommen, springt einem schönes Design, offene Räume und feinster Kaffegeschmack förmlich ins Gesicht.

Wir bekommen Nummern zugeteilt. Jede steht für ein ausgestelltes Projekt. Dieses solle man mit Hilfe von drei Skizzen, einem Foto und erklärendem Text später für den eigenen Blog aufbereiten. Bei mir solte es die Nummer 28 werden.

NR. 28: HONG KONG IN-BETWEEN
Hong-Kong fasziniert. Eine Stadt, die vor Leben nur so sprüht. Das Projekt dokumentiert das Leben und Arbeiten der kleiner Shops etwas abseits des ganzen Tohuwabohus. Schätzungsgemäss  4’000 Micro-Shops befinden sich entlang eines 150km Gassen-Labyrinths. Vom Schuhmacher, zum Gold An- und Verkäufer bis hin zu jungen Fashion-Start-Ups. Oftmals sind es Immigranten oder Leute mit wenig Einkommen, die dort ihrem täglichen Geschäft nachgehen und versuchen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Doch die Liegenschaftspreise in Hong-Kong sind hoch.

Zwei Architektinnen aus der Schweiz, Caroline Wüthrich und Géraldine Borio nahmen sich dieser Problematik an. Gemeinsam gründeten sie Parallel Lab und arbeiten in den Bereichen urbane Strategien, architektonische Projekte, Innendesign und Kunstinstallationen. Sie erkannten, dass es sich lohnt, zwei Mal hinzuschauen. Die kleinen Shops näher zu betrachten und zu sehen, welches Potenzial gewisse Ideen bergen.

Sie haben keine Angst vor beschränkten Platzmöglichkeiten, sondern sehen dies gerade als Auslöser von kreativen Ideen. So kreieren sie auf engstem Raum Arbeitsplätze, die sowohl Produktionsstätte als auch beinahe ein kleines zweites Zuhause bilden.

Durch ihre Arbeit in den Gassen von Hong-Kong wurden sie auf drei Schneider aufmerkams. In einem gemeinsamen Projekt entstand STAG. Eine Kombination zwischen Stuhl und Tasche: flexibel, praktisch und pragmatisch. Hergestellt werden sie aus alten Werbebannern in Hong-Kong (ähnlich den FREITAG-Taschen in der Schweiz). Lässig können sie auf dem Rücken herumgetragen werden und nach Wunsch und Laune überall als Sitzplatz dienen.

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Und hier noch ein paar wenige Impressionen des Besuchs der Ausstellung.

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