Panorama

In der letzten Sketch & Draw Stunde durften wir ausnahmsweise auf das Dach des A-Gebäudes. Unser Auftrag: Das Panorama von vier verschiedenen Himmelsrichtungen skizzieren. Leichter gesagt, als getan. Der liebe Wind war ziemlich unausstehlich.

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Zufrieden bin ich damit nicht wirklich. Auf die Akzentuierung des Striches habe ich mich beispielsweise gar nicht mehr geachtet. Dinge im Vordergrund der Skizze habe ich nur selten stärker/dunkler skizziert, als Dinge im Hintergrund. Bei der Skizze unten rechts sieht man auch, dass der Bleistift hier womöglich nicht ideal war, um zu Skizzieren. Die vielen Bäume, Tannen und Sträucher im Vordergrund waren unmöglich mit dem Bleistift zu skizzieren. Dazu bräuchte es ein breiteres Malutensil, dass zudem auch dunkler malen kann.

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Zu Hause habe ich mich nochmals daran gewagt. Am besten gefällt mir dabei die letzte Skizze.

Rembrandt

Der gute alte Rembrandt. Mit vollem Namen Rembrandt Harmenszoon van Rijn, ein niederländischer Künstler aus dem 17. Jhd. Einzuordnen ist er in die Barockzeit, in welcher vor allem Kontraste eine grosse Rolle spielten. Das Spiel mit Licht und Schatten, der Lichtführung. Rembrandt setzte dies in seinen Radierungen gekonnt um. Mit wenigen, einfachen „Strichen“ konnte er kurzerhand Menschen und Landschaften formen. Diese Radierungen eignen sich daher gut, um erste Versuche im Skizzieren zu unternehmen.

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Schäre, Stei, Papier!

Nicht schlecht gestaunt habe ich, als Frau Hess in der letzten Vorlesung jedem ein Papiertaschentuch auf das Pult legte. Wir sollten dies zerknüllen, wenn auch nicht all zu stark. Wobei für mich diese Warnung bereits etwas zu spät kam, hatte ich doch bereits ein Schneeball-ähnliches-Etwas in meiner Hand. Nun gut, ich hab mein Bestes gegeben.

Zuerst legten wir die Ecken fest – dazu half uns die Vorstellung eines Zifferblattes. Ausgehend von der Objektmitte war es so kein Problem, diese richtig zu markieren. Danach arbeiteten wir uns von der Umrisslinie zu den Knitterfalten innerhalb des Objektes vor. Schlussendlich ging es an die Gewichtung der Linien. Es gibt immer Linien, die stärker in den Vordergrund treten – meistens zwei bis drei – und diese sollten wir akzentuieren.

Aber nicht holzhackermässig „schwach-STARK-schwach“, sondern wie Frau Hess es so schön ausgedruckt hat, wie ein Peitschenhieb. Langsam die Linie stärker werden lassen und wieder schwächer.

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Diese letzten drei Papierknäuel sind zu Hause entstanden, weil ich mit dem Ergebnis aus dem Unterricht nicht zufrieden war.

6 – Assoziierte Linien geben den Dingen Volumen.

Mit Linien, die in die Flächen hineingeführt werden, verleiht man den Dingen Volumen und Körper. Besonders gut eignen sich hierfür Falten und andere Texturen, die man teilweise andeutet. Oder man schattiert einzelne Flächen vollständig.

Dinge aussen herum vollständig mit einer Linie zu umfassen, sollte vermieden werden. das entspricht nicht unserer Wahrnehmung von Gegenständen.

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1000 und 1 Strich

Nun gut, fast. Im Selbststudium wurde uns aufgetragen, 100 verschiedene Adjektive zur Beschaffenheit eines Berges aufzuschreiben, und daneben gleich den Strich zu führen. Dies sollte uns bewusst machen, wie viele verschiedene Art und Weisen es gibt, Striche zu ziehen. Ein spannendes Bild besteht aus den unterschiedlichsten Strichen. Indem wir anschliessend gleich den selbigen Berg skizzieren sollten, konnten wir uns dies gleich zu Nutze machen. Schlussendlich sollten wir versuchen, möglichst keine Wiederholungen in der Strichführung zu machen und uns bewusst darauf achten, wie wir die Linien ziehen.

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Da ich dieses Wochenende bei meinen Eltern im Thurgau zu Besuch war, skizzierte ich anstelle des Calanda unseren Hausberg, den Säntis.

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In 80 Strichen um die Welt

In der letzten Vorlesung haben wir uns auf eine kurze Weltreise begeben. Wozu gibts denn auch Google-Streetview? Am Titicacasee angekommen, skizzierten wir mit der schwachen Hand verschiedene Landschaften. Dabei ging es sowohl um die Orientierung an der Horizontlinie – welche immer jener des Sees entspricht, als auch das Akzentuieren der Dinge, die Wichtig sind. Dies im Sinne eines Storyboards. Indem wir mit der falschen Hand skizzierten, trainierten wir unsere Gehirnhälften und kamen nicht in die Versuchen, den Strich all zu sehr zu kontrollieren.

Ein schönes, stimmiges Bild/Shot arbeitet immer mit dem goldenen Schnitt – und zur Erkennung des Wesentlichen, ist dort die Linienführung stärker. Ansonsten ist in einem Landschaftsbild der Vordergrund – also alles, was näher beim Betrachter ist, grösser und dunkler, sowie der Hintergrund schwacher.

Zuhause bin ich dann noch etwas weiter gereist. Von der Bretagne der Küste entlang Richtung Süden. Dann nach Portugal zurück in die schöne Schweiz an den Klöntalersee.

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