AMSTERDAM – Randnotiz

Ein grosses Sorry für die teilweise schlechte Qualität der eingescannten Skizzen. In Amsterdam selber hab ich mir ein A5-Skizzenbuch zugelegt. So ganz ohne Ringheftung. Ein richtiges Buch. Dazu inspiriert hat mich Mattias Adolfsson, unser Gastreferent und -dozent. Wie man will.

Na ja, auf alle Fälle ist das Scannen mit diesem Buch sauschwer. Daher nochmals: Scusi!

AMSTERDAM – Museumbesuch

Eine Woche und ein paar verquetschte Tage in Amsterdam hinterliessen so seine Spuren. Ausgerüstet mit einem grossen Becher Kaffe und Sonnenbrille warteten wir vor dem Reijksmuseum auf die gesamte MMP15-Truppe. Nach dem Selfie-Film und einem kurzen Durcheinander bezüglich nicht erlaubten Koffern im Innern des Museums, haben wir es dann doch noch in die verschiedenen Ausstellungen geschafft.

Es war wirklich eindrücklich. Wenn ich in Museen vor einem Werk stehe, kommt mir oftmals der Gedanke:

„Vor diesem Bild sass wirklich einmal Künstler XY und hat dies gemalt.“

Allein das finde ich schon faszinierend.

Während zwei Stunden bin ich durchs Museum geschlendert, hab mich immer mal wieder hingesetzt, etwas skizziert, die anderen besucher beobachtet und die ausgestellten Werke bestaunt.

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Portrait Ambrogio Spinola von Michiel Jansz van Mierevelt
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Table, 1689 von Michiel Verbiest & Pieterde Loose
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Warships in a heavy Storm, 1695 von Ludovic Pakhuisen
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Stilllife with a Gilt Cup, 1635 von Willem Claesz Heda

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AMSTERDAM – Mein Projekt

Nach einem kurzen Nickerchen im Auto erwachten wir pünktlich bei der Ankfunft in Rotterdam. Eine moderne Stadt. Wobei, nein. Alt und Neu wird kombiniert. Platz ist zu Genüge da. Viel Grün. Wow – an den Fussgängerstreifen leuchtet sogar eine Lampe für die Autofahrer auf, um sie darauf aufmerksam zu machen. Wir sind gespannt auf die IABR – The Next Economy (International Architecture Biennale Rotterdam).

Ja, da waren definitiv Architekten am Werk. Als wir in der Halle ankommen, springt einem schönes Design, offene Räume und feinster Kaffegeschmack förmlich ins Gesicht.

Wir bekommen Nummern zugeteilt. Jede steht für ein ausgestelltes Projekt. Dieses solle man mit Hilfe von drei Skizzen, einem Foto und erklärendem Text später für den eigenen Blog aufbereiten. Bei mir solte es die Nummer 28 werden.

NR. 28: HONG KONG IN-BETWEEN
Hong-Kong fasziniert. Eine Stadt, die vor Leben nur so sprüht. Das Projekt dokumentiert das Leben und Arbeiten der kleiner Shops etwas abseits des ganzen Tohuwabohus. Schätzungsgemäss  4’000 Micro-Shops befinden sich entlang eines 150km Gassen-Labyrinths. Vom Schuhmacher, zum Gold An- und Verkäufer bis hin zu jungen Fashion-Start-Ups. Oftmals sind es Immigranten oder Leute mit wenig Einkommen, die dort ihrem täglichen Geschäft nachgehen und versuchen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Doch die Liegenschaftspreise in Hong-Kong sind hoch.

Zwei Architektinnen aus der Schweiz, Caroline Wüthrich und Géraldine Borio nahmen sich dieser Problematik an. Gemeinsam gründeten sie Parallel Lab und arbeiten in den Bereichen urbane Strategien, architektonische Projekte, Innendesign und Kunstinstallationen. Sie erkannten, dass es sich lohnt, zwei Mal hinzuschauen. Die kleinen Shops näher zu betrachten und zu sehen, welches Potenzial gewisse Ideen bergen.

Sie haben keine Angst vor beschränkten Platzmöglichkeiten, sondern sehen dies gerade als Auslöser von kreativen Ideen. So kreieren sie auf engstem Raum Arbeitsplätze, die sowohl Produktionsstätte als auch beinahe ein kleines zweites Zuhause bilden.

Durch ihre Arbeit in den Gassen von Hong-Kong wurden sie auf drei Schneider aufmerkams. In einem gemeinsamen Projekt entstand STAG. Eine Kombination zwischen Stuhl und Tasche: flexibel, praktisch und pragmatisch. Hergestellt werden sie aus alten Werbebannern in Hong-Kong (ähnlich den FREITAG-Taschen in der Schweiz). Lässig können sie auf dem Rücken herumgetragen werden und nach Wunsch und Laune überall als Sitzplatz dienen.

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Und hier noch ein paar wenige Impressionen des Besuchs der Ausstellung.

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AMSTERDAM – Meine Idee

Die ersten zwei Tage sass ich noch etwas ratlos an meinem Platz im Undercurrent. So viele neue Eindürcke, Personen, Geschichten, Ideen und dann noch dieser Heuschnupfen. Dann aber klärten sich meine Visionen langsam. Eine hippe, sich mit Energie und Gemüse selbstversorgende Eventlocation für Jung und Alt sollte es werden. SUMM – Not Only For Insects war geboren. Nach einem kurzen, schriflichen Brainstorming stand dann auch das Grundgerüst:

Facts & Figures

  • Schwimmt auf Betonschaumschalen
  • Wände werden im 3D-Printer unter anderem aus recyceltem Plastik hergestellt
  • Modulartiger Aufbau (Honeycomb-Form)
  • Energieressourcen: Solar & Wind
  • Regenwasser-Auffangbecken
  • Wildtierreservat unter Wasser
  • Aquaponik – Verbindung der Aufzucht von Fischen mit der Kultivierung von Nutzpflanzen und Gemüse / Kombination Aquaponik und Restaurant
  • Möglichst viel Licht/Lampen, Grün und Bepflanzungen

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Der modulartige Aufbau ermöglicht es, spontan auf unterschiedliche Gegebenheiten zu reagieren. Es soll eine Hochzeitsparty mit vielen geladenen Gästen stattfinden? Kein Problem, hängen wir einfach ein Modul mehr an. Auf den Dächern der Modulen befinden sich nebst Dachterrassen, Dancefloors und Lounge-Areas auch die Solarpanels, Windräder und Regenwasserauffangbecken. Mit dem aufgefangen Wasser lassen sich unter anderem umweltschonend die Toiletten spülen.

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AMSTERDAM – Situation

Die Sonne brannte ununterbrochen auf meinen Nacken und die bereits rotgefärbten Arme. Besser hätte das Wetter eigentlich nicht sein können – aber ich war überhaupt nicht darauf vorbereitet. Einzig der Luftzug, der mir auf dem Fahrrad übers Gesicht zog, vermochte mir die Hitze etwas erträglicher zu machen.

Mein ausgewählter Ort in Amsterdam befand sich keine 5min vom Undercurrent entfernt in Overhoeks. Bepackt mit Skizzenblock, Stiften und Wasser kam ich auf dem gemütlichen Stück Grün an und schloss mein Fahrrad ab. Überall lagen die Leute – im Schatten, in der prallen Sonne, oben ohne… Auf der Strasse zum Filmmuseum EYE skateten ein paar Jungs und probierten diverse Tricks aus. Ein älterer Herr beobachtete sie dabei und kam nah dies nah mit ihnen ins Gespräch.

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Während ich einige Skizzen der aufzufindenen Situation machte, fiel mir auf, wie durchmischt die Leute hier waren. Vom Kleinkind bis zum Opa, von den sportlich Aktiven bis hin zu den Leseratten und den halbtoten Sonnenanbetern.

Aus diesem Grund erweckte ich Hans zum Leben. Hans ist mit bereits 32 Jahren junger Papa, bekennender Fussball-Verabscheuer und leidenschaftlicher Skateboarder. Bei einem Punk-Rock Konzert trinkt er gerne einmal zwei, drei Bier, arbeitet freiberuflich als Grafiker und wohnt in Overhoeks.

Hans versinnbildlicht eine Persona, die später einmal in meiner Eventlocation ein und ausgehen soll. Die Location soll Treffpunkt für Jung und Alt darstellen – so wie sie hier auf der Wiese bereits anzutreffen sind. Jeder soll dort seine Kreativität zum Ausdruck bringen können. Und mit einem guten Gewissen (alles Umweltbewusst, vom Strom, zum Wasserverbrauch und regionalem Bier) dort feiern können.

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URBAN SKETCHING Amsterdam: kurz & knapp

Ja, sorry… Mein Blogeintrag zu der bevorstehenden Projektwoche in Amsterdam ist ein bisschen ausführlich geworden. Aber hey! Es lohnt sich echt, ihn zu lesen! Jedoch weiss ich selber, dass ich beim Thema Klimawandel manchmal ganz schön weit ausholen kann.

Daher hier in kurzer Fassung nochmals alle wichtigen Facts & Figures:

WAS SOLL HER?

  • eine schwimmende Event Location

WO SOLL ES HIN?

  • Overhoeks in Amsterdam-Noord
  • ehemaliges Industriegelände, zur Zeit im Aufschwung
  • Creative Hub für Circular Economy

WELCHEN HERAUSFORDERUNGEN MUSS ES SICH STELLEN?

  • Bedrohung der Niederlande durch Wasser nicht neu – die Dimension, die sie durch den Klimawandel bekommt, hingegen schon!
  • Zunahme von zerstörerischen Sturmfluten/heftigen Stürmen
  • Event Location muss all dem Stand halten und darf nicht abtreiben, aber muss dennoch flexibel sein (Anstieg des Meeresspiegels)
  • Selbstversorgung der Event Location mit Strom und Wasser, um in die Nachbarschaft zu passen

WELCHE FRAGEN STELLEN SICH?

  • Wie wird das Ufer aufgenommen?
  • Wie ist mit den unterschiedlichen Wünschen der Besucher umzugehen?
  • Welche Lösungen sind nachhaltig?
  • Welche Anforderungen soll das Restaurant erfüllen?
  • Welche Zonen sollen auf der Plattform geschaffen werden?
  • Wie gelant man zum Restaurant oder umgekehrt?

Durch die Recherche und mein Schmökern nach Inspiration und Ideenfutter, fühle ich mich jetzt bereit, Lösungsansätze für die Aufgabenstellung zu finden. Amsterdam kann kommen!!

(Also das heisst, so in zwei Tagen. Ich sollte ja noch Wäsche waschen, packen, Euros holen, andere Projekte für andere Dozenten abgeben….)

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Wasser als Chance – nicht Gefahr

Um was geht’s eigentlich?
In unserer bevorstehenden Projektwoche „Urban Sketching Amsterdam – Sketching Ideas for the smart livable future city“ wollen wir Lösungen für folgende Fragestellungen skizzieren, fotografieren, gestalten:

Was heisst eigenglich urbane Lebensqualität?
Wie sieht urbane Lebensqualität aus?
Wie könnte urbane Lebensqualität aussehen?

Insbesondere werde ich micht mit dem Bauen aufs Wasser auseinandersetzten: Gemäss meiner Aufgabenstellung soll ich nämlich Ideen für ein Restaurant/Event Locations auf Wasser entwickeln.

ACHTUNG: Was folgt, ist eine ausführliche Version meiner Recherche. Du interessierst dich für eine Kurzfassung? Dann bitte hier entlang.

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