Prüfungsstress oder so ähnlich

Wobei, eben nicht. Noch nicht. Zumindest versuche ich es mir einzureden. Da liegt ja noch ’ne ganze Woche vor den Prüfungen, in der wir keinen Unterricht haben. Das reicht doch um zu lernen! Oder?!

In unserem WhatsApp-Klassenchat ging es drunter und drüber. Wie war das nochmals mit dem Abstimmungsprozess und bis zur welchen Seite müssen wir das Verwaltungsrecht können? Währenddessen versuchte ich mich mit dem Bleistift und anschliessend auch ganz kurz mit dem Wacom abzulenken. harbour

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Oh Tannenbaum

Wir sollten mit Kleidung in den Unterricht kommen, die schmutzigen werden durfte. Das war das Einzige, was wir wussten. Als wir dann in den letzten Sketch & Draw Unterricht vor den Weihnachtsferien erschienen, erwartete uns Frau Hess bereits. Es lagen FlipChart-Rollen auf Tisch und die Spannung stieg.

Damit liessen wir zig Tannenbäume auf den Blättern entstehen. Teils wurden anschliessend neue Tannenbäume auf eine riesige Rolle Papier im Gang vor unserem Schulzimmer skizziert, teils konnten wir die bereits existierenden Tannenbäume ausschneiden und dazwischen kleben. Es herrschte eine Euphorie und aus dem Zimmer trudelte Weihnachtsmusik. Ein wirklich gemütlicher Dienstagmorgen.

Nicht schlecht gestaunt habe ich dann, als ich später unseren Wald voller Tannenbäume im B Gebäude entdeckt habe.

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Land in Sicht

Früher konnte ich sie beinahe schon im Schlaf falten. Papierschiffchen. Doch jetzt? Da lag es, das Blatt Papier. Mein Kopf komplett leer. Und vor uns stand Frau Hess, ganz erwartungsvoll. Glücklicherweise gibt es das Internet und sehr hilfsbereite Mitstudentinnen und Mitstudenten. Das Papierschiff eignete sich hervorragend, die Verkürzungstechnik nochmals zu üben.

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Im Speed-Drawing sind dann folgende drei Exemplare entstanden:

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Bei diesem Schiff sollten wir die dunkelsten Flächen schwarz einfärben und dann mithilfe des Adobe Capture Apps vektorisieren.

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Daraus entstanden ist dann dies:

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Paris, mon amour!

Was unterscheidet eine professionelle Skizze von einer, die ausschaut, als hätte ein Kind diese gekritzelt?

Die Perspektive und die Proportionen stimmen. Das mit der Perspektive haben wir  ja bereits behandelt. Zwar benötige ich da noch einiges an Übung, um diese auch sattelfest umzusetzten. Aber da bin ich ganz zuversichtlich.

Doch wie ist das nun mit den Proportionen?

Zuerst wird ein markanter Punkt im Bild festgelegt. Ob eine Linie von diesem Punkt aus fällt oder steigt, prüft man am besten, indem man ein Auge zusammenkneift und dann den Bleistift über diese Linie hält. Anschliessend wird die Neigung des Bleistifts aufs Blatt übertragen.bleistift_hessEs können mit dem Bleistift auch die Proportionen abgemessen und in die Zeichnung übertragen werden. Dafür sucht man eine markante Länge und legt den Bleistift wie oben gezeigt über den Gegenstand. Diese gemessene Länge trägt man nun auf dem Bleistift ab. Anschliessend sucht man nach gleichen Längen oder auch einem Vielfachen dieser Längen und überträgt sie in die Zeichnung.masseinheiten_hessSelber haben wir das Abmessen anhand von A4-Seiten geübt, die übers Eck über den Tisch lagen.

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Zu Hause habe ich dann versucht, diese Verkürzungstechnik beim Skizzieren von französischen Pärken anzuwenden.

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Schrift zu Bild – Aufgabe

Typografie war für mich ein völlig fremdes Kapitel. Klar, tagtäglich begegne ich ihr. Aber bewusst damit auseinandergesetzt habe ich mich nie.

Dank dem Modul Schrift & Typografie bekam ich einen kleinen Einblick in die Grundlagen. Letzten Endes bestand unsere Aufgabe darin, über den gesamten Verlauf des Moduls selber eine Schrift zu entwickeln. Wenn man dies denn nun so nennen kann. Selbstverständlich ist dies bloss eine Annäherung. Das Vorgehen war wie folgt:

  1. Auswahl und Analyse eines Bildes
    Aus mehreren gegebenen Bildern konnten wir uns eines aussuchen. Dazu sollten wir unsere Schrift gestalten, weshalb als erstes eine Analyse in Bezug auf formale Merkmale gemacht werden musste, um diese in eine treffende Formsprache umwandeln zu können.
  2. Entwurf der Schrift
    Anfangs sollten wir möglichst breit unsere Entwürfe von Hand skizzieren. Dabei war das Verwenden von möglichst vielen Werkzeugen von Vorteil, da dieses die Formsprache einer Schrift beeinflusst.
  3. Ausarbeitung
    In der Finalisierung der Schrift konzentrierte man sich dann auf den besten Entwurf. Die Umsetzung konnte sowohl digital als auch von Hand gemacht werden. Wobei ich mich lieber mit Hilfe von Adobe Illustrator ans Werk machte.
  4. Abgabe Layout
    Für die Abgabe mussten wir A3-Seiten gestalten, die sowohl die finale Schrift als auch den Entwurfsprozess enthielten.

Starte immer mit der Perspektive!

Um den Raum zu bilden, braucht es einige wenige Regeln.

Raumbildende Mittel und Perspektive, Grösse, Farbe, Überschneidung im Dienste der Raumtiefe.

Linien

2-Fluchtpunkte
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1-Fluchtpunkt
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3-Fluchtpunkte
3_punkt_persp_ba
Verlängerte Linien über die Ecken heraus betonen die Richtung.

Grösse
Grosse Dinge werden  grundsätzlich als näher wahrgenommen als kleine Dinge. Dinge im Vordergrund liegen meist am unteren Bildrand oder am oberen Bildrand.

Überschneidungen
Die Skizze findet an den Überschneidungen der Dinge statt.

Farbe
Dinge im Vordergrund sind bunt. Dinge im Hintergrund werden je weiter entfernt sind sie sind, umso unbunter. In der Kunstgeschichte spricht man von der Farbperspektive. In der Renaissance war es ein zentrales malerisches Mittel, den Hintergrund “in Rauch” zu tauchen: man nannte es “sfumato”.

Für die Perspektive gilt:

  • Senkrechte Linien bleiben senkrecht.
  • Horizontale Linien unter der Augenhöhe steigen in der Ansicht zum Fluchtpunkt hin.
  • Ansichten mit nur einem Fluchtpunkt verwendet man für Objekte, die senkrecht vor dem Betrachter liegen.1_punkt_landschaft_32_punkt_vogelhausba

 

 

Spielerein 2.0

In der einen Vorlesung hat uns Frau Hess auf das App Adobe Capture aufmerksam gemacht. Sich kreativ auszuleben wird damit ganz einfach gemacht. Mit wenigen Klicks lassen sich Fotos in Farbpaletten, Looks, Vektorgrafiken und individuelle Pinsel umsetzen. Dieses YouTube-Video bringt es auf den Punkt.

Ob man sich nun an bereits existierenden Skizzen austoben oder elends lange Vorlesungen überbrücken möchte, so eignet sich Adobe Capture herrvorragend.

Kennt ihr noch dieses Spiel aus Kindergarten-Zeiten, bei dem jemand einen Kopf und der jeweils nächste einen Hals, Oberkörper, Beine und Füsse zeichnet? Grossartiger Zeitvertreib! Wirklich! Das Gezeichnete wird immer umgeklappt, damit eine möglichst fantasievolle Kreatur entsteht.

So haben Sina Lou und ich in einer äusserst interessanten und motivierenden CC-Vorlesung folgende zwei Kreaturen zum Leben erweckt:

giraffe

elefant