Für unseren Kurs „Informationsgrafik und Datenvisualisierung“ bestand am Anfang der Auftrag nach einem geeigneten Thema zu recherchieren, das visualisiert werden kann und journalistisch relevant ist. Nach meiner ersten Überlegung waren dann auch gleich mehrere Thematiken da, welche höchstrelevant sind und auch bezüglich vorhandener Daten in meinem Kopf umsetzbar waren. Da ich letztes Semester nicht am ersten Kurs für Informationsvisualisierung teilnahm, ich aber noch Feedback bezüglich Relevanz und Erwartungen an der Umsetzung zum Thema wollte, entschied ich mich zwei Themen mit an den ersten Kurstag mitzunehmen.

Die zwei Themen:

Drohnenkrieg

„America dropped 26’171 bombs in 2016. What a bloody end to Obama’s regime“. Das titelte Benjamin Medea auf theguardian am 9. Januar dieses Jahres. Allein im ersten Satz lässt sich erkennen, dass dieses Thema äusserst relevant ist und auch genügend Daten (wenn auch die Genauigkeit der Datenerhebungen in Kriegen mit Vorsicht zu betrachten ist) vorhanden sein sollten.

So stiess ich nach kurzer Recherche auf die Webseite von ‚the bureau of investigative journalism‘. Die unabhängige Medienorganisation hat sich zum Ziel gesetzt, mit Hilfe von glaubwürdigen Medien, Forschern, anderen Quellen sowie fundierter Recherche des Büros selber, quantitativ Daten zu sammeln über jeden bekannten Drohnenangriff der USA. Zu finden sind immense und durchaus detaillierte Datensätze (min. strikes / max. strikes / min. reported people killed / … ) zu den Angriffen in Pakistan, Yemen, Somalia und Afghanistan über die letzten Jahre

8b5229197a63aa30572a01e9ca28fc35Als Visualisierungsbeispiel habe ich diese Infografik gefunden. Meiner Meinung nach lässt sich dieses Thema nicht eindrucksvoller und besser darstellen und ist auf jeden Fall ein Blick wert.

Flüchtlingsrouten

Ein seit langem relevantes Thema in Europa (und auch in der restlichen Welt) ist die Flüchtlingskrise. ‚EU will die Mittelmeerroute für Flüchtlinge sperren‘ schrieb SRF am 3. Februar und meinte damit natürlich die Zentralmittelmeer-Route, wo die Flüchtlinge meist von der libyschen Küste nach Italien gelangen. In meinem Kopf erstellte ich mit dieser Vorstellung ein vorher/nachher Bild welches ich in meiner Visualisierung möglicherweise darstellen könnte. Ich begann mit der Recherche zu nützlichen Daten und stiess auf die ‚Annual Risk Analysis 2016‘ der – zum Teil kritisierten – EU-Grenzschutz-Organisation Frontex. Da dieser Report mit einer Unmenge von Daten gefüttert wurde, entschied ich mich mit der Daten-Recherche erst einmal zu stoppen, um allenfalls zu einem späteren Zeitpunkt mit einer Nachrecherche diese Daten bestätigen oder wiederlegen/differenzieren könnte.

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Nachdem unsere Themen am ersten Kurstag dann nach Ähnlichkeit sortiert wurden, entstanden Redaktionsgruppen. Dort sollten wir (zu sechst) uns die Recherchen gegenseitig vorstellen und uns dann auf ein Thema festlegen. Leider funktionierte das dann nicht von Anfang an und später konnten wir uns dann darauf einigen, dass wir in zwei Teams arbeiten werden um zwei Themen zu visualisieren.

So setzte unser Teil der Redaktionsgruppe den Arbeitstitel:

"Wohin syrische Flüchtlinge die Flucht treibt."