Exkurs Amsterdam: Rjiksmuseum

Ein Besuch im Amsterdamer Rjiksmuseum als Inspirationsquelle. Mit dem Fokus auf die Kunst aus dem 17. Jahrhundert hatten wir die Aufgabe, Inspirationsquellen sowie Konvergenzen zu unserer eigenen Aufgabenstellung zu suchen und skizzenhaft festzuhalten.

Ich habe bei der Wahl meiner Skizzen darauf geachtet, dass im Motiv auch für mein Thema relevante Themen wie Wasser, Leben am Wasser, Gebäude oder auch Plattformen vorkommen.

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The Windmill at Wijk bij Duurstede, Jacob Isaacksz. van Ruisdael, c. 1668 – c. 1670

 

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River View by Moonlight, Aert van der Neer, c. 1640 – c. 1650

 

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Hendrik Trip’s Cannon Foundry in Julitabruk, Sweden, Allaert van Everdingen, 1650 – 1675

 

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(Bild leider nicht im Rijkstudio gefunden)

Exkurs Amesterdam: IABR

An der Internationale Architectuur Biennale Rotterdam galt es, entscheidende Inputs aus der Ausstellung und dem Expertengespräch mit zu nehmen.

 

Ich habe mich mit einem Ausstellungsobjekt aus Brüssel auseinandergesetzt. Dabei fokussierten sich die Entwerfer auf die Hybridität von heutigen Grossstädten. In ihrem Beispiel schilderten sie die aktuelle Situation im Einzugsgebiet Brüssel. Brüssel besitzt ein grosses Agglomerationsgebiet, da aus der Umgebung immer mehr Leute ins urbane Einzugsgebiet ziehen. Nun gilt es die bestehenden Lebensräume so zu planen und gestalten, dass sie der wachsenden Stadt entgegenkommen.

Ungenutzte Fläche im Industriegebiet
Ungenutzte Fläche (blau) im Industriegebiet

Im ihrem Projekt «Productive Metropolis» zeigen die Entwerfer wie eine solche Umplanung aussehen könnte. Die Lebensräume sollen nicht mehr in klare Kategorien aufgeteilt werden, es soll also keine reinen Industrie-, Wohn-, oder Freizeitgebiete mehr geben. Diese Zonen sollen alle gemischt werden, damit gegenseitig voneinander profitiert werden kann. Mit dieser Durchmischung soll auch die Lebensqualität gesteigert werden, da so zum Beispiel der Arbeitsweg verkürzt wird.

Hybride Zonen (grün)
Hybride Zonen (grün)
Hybride Zonen (blau)
Hybride Zonen (blau)
Hybride Zonen (golden)
Hybride Zonen (golden)

 

 

 

 

Am Beispiel Brüssel sind die Entwerfer auf ein grosses, veraltetes Industriegelände im Nordosten der Stadt eingegangen. Dort hat es sehr viel ungenutzten Raum, obwohl dieser eine gute Erreichbarkeit hat. Dieser Raum hat also grosses Potential, was bis anhin nicht genutzt wurde. In kleinen Modellen haben die Entwerfer aufgezeigt, wie die Nutzung von diesem Raum aussehen könnte.

Bestehende Zonen in hybride umgestalten (rot = Neuerungen)
Bestehende Zonen in hybride umgestalten (rot = Neuerungen)
Unter einer Autostrasse eine Begegnungszone (rot) einrichten
Unter einer Autostrasse eine Begegnungszone (rot) einrichten
Das Bürogelände zum hybriden Wohn- und Arbeitsort (rot) umplanen
Das Bürogelände zum hybriden Wohn- und Arbeitsort (rot) umplanen

 

Floating Future

Städte werden immer grösser, die Leute zieht es vom Land in urbane Gebiete. Wie kann man dieses Zuwachs planen und gleichzeitig aber auch immer noch die Livability garantieren?

Dies war die Leitfrage während der Sketch & Draw Blockwoche in Amsterdam im Juni 2016. Mein Fokus lag dabei auf Event Locations, genauer gesagt auf einer schwimmenden Plattform, welche als solche Location genutzt werden kann.

Schwimmende Plattfrom in Rotterdam
Schwimmende Plattform als Beispiel in Rotterdam
Wie schimmt etwas?
Wie schwimmt etwas? Mögliche Ideen

Die Grundidee war es im Meeresarm IJ eine Plattform zu platzieren, welche den Ansprüchen der Amsterdamer Bevölkerung entspricht. Amsterdam ist eine sehr mobile und zugängliche Stadt. Dieses Kriterium sollte die Plattform also auch erfüllen.

Erste Ideen zum Grundriss
Erste Ideen zum Grundriss der Plattform

Meine Plattform ist in drei Zonen eingeteilt:

  • Bühne und Park
  • Restaurant
  • Bar und Sandstrand

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Innerhalb der einzelnen Zonen werden verschiedene Interessen abgedeckt und die Plattform kann so einem grossen Publikum etwas bieten.

Skizze der Plattform
Skizze der Plattform

Die Plattform schwimmt im Wasser, kann aber vom Ufer aus über einen Steg erreicht werden. Die Besucher können die Plattform also ganz eifach zu Fuss oder mit dem Velo besuchen.

Zugang zur Plattform
Zugang zur Plattform

Auf der Plattfrom

Plan der Plattfrom
Plan der Plattfrom

Die drei Zonen der Plattformen haben unterschiedliches zu bieten. In Zone B entsteht ein Restaurant.

Idee für Restaurant I
Idee für Restaurant I
Idee für Restaurant II
Idee für Restaurant II

Das Restaurant soll die Besucher kulinarisch verwöhnen. Dabei wird das Wasser unterhalb der Plattform für die Kühlung der Lebensmittel verwendet, um so den Stromverbrauch zu senken.

 

 

 

 

Für kulturell versierte Personen bietet die Zone A entsprechende Unterhaltung. Gespickt mit Bäumen steht in dieser Zone eine Bühne, welche durch einen Alle-artigen Park ergänz wird..

Die Bühne in Zone I
Die Bühne in Zone A
Grundgerüst einer Bühne
Grundgerüst einer Bühne
Bühne mit Bogen
Bühne mit Bogen

 

 

 

 

 

 

Parkalle mit Bühne im Hintergrund
Parkallee mit Bühne im Hintergrund

Die dritte Zone (C) dient voll und ganz der Erholung und des gemütlichen Beisammensein. Ein Sandstrand mit zwei Strandbars bietet den Besuchern eine erholsame Umgebung.

Idee für Strandbar I
Idee für Strandbar I
Idee Strandbar II
Idee Strandbar II

Unter der Plattform

Der entscheidende Faktor der Plattform spielt sich unterhalb der Wasseroberfläche ab. Zwei grosse Filteranlagen sind unterhalb der Plattform montiert.

Querschnitt der Plattform mit den Filter
Querschnitt der Plattform mit den Filter
Filter unter Wasser (schwarz), Plattform über Wasser (rot)
Filter unter Wasser (schwarz), Plattform über Wasser (rot)

Diese Filter reinigen einerseits das durchfliessende Wasser, da dies durch die stark frequentierte Schifffahrt erheblich verschmutzt ist.

Visualisierung eines Filters
Visualisierung eines Filters
Querschnitt eines Filters
Querschnitt eines Filters

Zudem verbirgt sich hinter dem Filter eine kleine Turbine, welche durch die Fliesskraft des Wassers Storm produziert. Die Plattform ist dadurch selbstversorgend und steigert so die Nachhaltigkeit der Stadt.

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Turbine

Die Plattform und die darunter liegenden Filter sind mit Säulen verbunden. Dadurch ist die Kontaktfläche der Plattform mit dem Wasser deutlich geringer und hat so weniger Einfluss auf die natürliche Strömung des Wassers.

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PDF Ideenbeschrieb Floating Future

Vorbereitung Urban Sketching in Amsterdam

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Tweet betreffend #liveability in #amsterdam

Ein schwimmendes Restaurant in Amsterdam? Dieser Aufgabe widme ich mich während der Sketch & Draw Blockwoche in Amsterdam. Welcher Ort eignet sich für eine schwimmende Plattform, auf welcher der nächste Szenen-Treffpunkt stehen kann? Wie vereinbart sich diese Angelegenheit mit dem Schiffsverkehr und wie ist er zu erreichen? Alles Fragen die ich mir an folgendem Ort zu beantworten erhoffe: der östlichste Punkt der KNSM-eiland.

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Karte Amsterdam, KNSM-Insel

Hintergrundwissen

Die KNSM-Insel gehört zum Stadtbezirk Amsterdam Oost, hat eine Landfläche von 14 Hektar und beheimatet ca. 2400 Einwohner. Die Insel wurde Ende 19.Jahrhundert künstlich angelegt und diente als Wellenbrecher im Amsterdamer Meeresarm IJ. Später wurde sie als Hafengebiet genutzt und 1903 wurde dieses Gebiet zum Standort der Reederei Koninklijke Nederlandsche Stoomboot Maatschappij (kurz: KNSM), welche der Insel dann auch den Namen gab.
Als KNSM 1977 das Gebiet verlassen hatte, siedelten sich dort Hausbesetzer und Künstler an. Zum Wohngebiet, wie es heute steht, wurde es in den 1990er umgebaut. Nach den Plänen von Architekt Jo Coenen, der dadurch sein erstes Grossprojekt umsetzten konnte, wurde die Insel in einen attraktiven Lebensraum umgewandelt. Der Mix aus Wohngebiet, mit sogenannten „Superblocks“, und der im Zentrum verlaufende Allee, war Teil einer Stadtumplanung, mit welcher versucht wurde, die östlichen Hafenviertel in modernen Lebensraum umzuwandeln.

Allee im Zentrum der KNSM-Insel
Allee im Zentrum der KNSM-Insel

Umgebung KNSM-Insel

Fragestellung/Themen

  • Wie kann das Wasser als bebaubare Fläche genutz werden?
  • Mobilität ist in jeder Stadt ein zentraler Punkt. Wie können schwimmende Plattformen erreicht werden? Wie kann der Wasserweg seinen Beitrag zur Mobilität leisten?
  • Fokuspunkt Klimawandel: Wie verändert sich der Wasserstand innerhalb der Klimaerwärmung? Welche Gefahren, aber auch Chancen, ergeben sich daraus für die Stadt?
  • Was macht das Leben auf und an dem Wasser attraktiv oder unattraktiv?
  • Welche weiteren Aufgaben können schwimmende Plattformen übernehmen? Anbaugebiet? Industrie?
  • Verbindung Wasser und Ufer

Mögliche Herangehensweisen

  • Die schwimmende Plattform sollte einen Mehrwert für die Bevölkerung darstellen.
  • Mobilität einplanen, evtl. neue Verkehrswege erschliessen.
  • Moderne Gebäude, die sich in die herkömmliche Architektur in Amsterdam einbinden.
  • Unterschiedliche Zonen innerhalb der Plattform, nicht nur ein Interesse (z.B. Gastronomie) abdecken.
Aussicht auf IJ und Industriezone am anderen Ufer vom ausgewählten Standpunkt aus
Aussicht auf IJ und Industriezone am anderen Ufer vom ausgewählten Standpunkt aus

Vision von schwimmendem Lebensraum

Die Idee von schwimmendem Lebensraum ist keine Neuheit und ich kann mir gut vorstellen, dass dieser in Zukunft bedeutend mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Unser Lebensraum an Land wird langsam knapp, eine Lösung für die Überbevölkerung muss her. Eine Möglichkeit dabei ist sicher auch die Umsiedelung vom Land aufs Wasser.

Konzept einer schwimmenden Stadt
Konzept einer schwimmenden Stadt
Concept schwimmendes Restaurant
Konzept schwimmendes Restaurant
Schwimmende Plattform mit Zugang zum Ufer
Schwimmende Plattform mit Zugang zum Ufer

Quellen Bilder:
http://www.pildne.com/?s=1350395347&ln=en
http://www.dezeen.com/2014/05/13/floating-city-at-design-office/
http://www.isospaces.co.uk/shipping-containers-to-return-to-the-water.html