Der vierte Tag in Graphic Recording verlangte von uns wieder Arbeit mit Farben, diesmal aber ausserdem mit Schrift. Mithilfe von Fonts oder Selbstgezeichneten Schriften sollten wir ein Cover gestalten, welches für eine Musik steht. Da ich mich praktisch jeden Tag mit meinem Hobby Kalligraphie befasse, dachte ich erst an Klassik und an Copperplate angelehnte geschwungene Buchstaben, wie ich sie jeden Tag schreibe. Aber dann entschloss ich mich eher von der Musik inspirieren zu lassen, die meist im Kontrast zu meinem Hobby steht.

Arbeitsprozess

Ich wollte grungy Gothic post hardcore vibes, anfangs begann ich mit Handgeschriebenen Pinselstrichen, doch dann entschloss ich mich für Blackletter, Gothic, Fraktur. Ich hatte immer schon Faszination für gebrochene Schriften wie diese, welche auf Genrecovern oft Verwendung findet, bin aber schon mehr als nur einmal an dieser Art der Kalligraphie gescheitert. So beschloss ich nach einigen Versuchen mit einer Schrift als Basis zu Arbeiten. Ich unterlegte den Font und begann damit, diese Linien als Hilfestellung für die Form zu verwenden, arbeitete aber dekorative Elemente ein und veränderte Kanten und Ecken, um sie mehr meiner Vorstellung anzugleichen. Ich entschied mich für das Wort “Unsilence” weil es mir in seiner Optik gefällt und gleichzeitig wohl auch dem Benennungsmuster der Bands dieser Genre entspricht, ein bisschen düster, ein bisschen schön, etwas sanft aber meist eben das komplette Gegenteil von still.
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Nachdem der Schriftzug stand, machte ich mich an den grungigen, düsteren Look, viel Texturen und distressing der Buchstaben war dabei involviert und die Arbeit mit einer dunklen Farbpalette.

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Damit war ich eigentlich zufrieden, dennoch experimentierte ich weiter mit dem Schriftzug und stellte fest, wie schnell er sich doch mithilfe von Farben verändern konnte. So entstanden Variationen, die wohl eher Emo-Band oder Klunker-HipHop schreien als Goth, was ich aber auch ganz interessant finde.
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Video