Die Woche in Amsterdam ist zu Ende. Es war eine intensive Zeit im Undercurrent. Wir haben vieles gezeichnet. Vieles gesehen. Vieles von Mattias Adolfsson gelernt und jede Menge Gedankentreibstoff verbrannt.

Bevor wir uns in die Hauptstadt der Niederlande aufgemacht haben, wussten wir bereits, worauf wir uns gefasst machen konnten. Erste Ideen nahmen Formen an. Am ersten Tag fertigte ich einige Skizzen meiner ursprünglichen Idee an. Ich wollte ein schwimmendes Restaurant-Floss gestalten. Doch ausser der Auffrisschung meiner Fluchtpunkt-Fähigkeiten ist nicht sonderlich viel herausgekommen.

floss

Die Idee wurde über den Haufen geworfen, nachdem ich über eine der Ideenkarten stolperte, die in der ganzen Location herumlagen. Meine Idee war keine neue. Wie konnte ich meine Fragestellung so umsetzen, dass ein neues Konzept entstand? Eine neue Idee. Vielseitig. Auf dem Wasser schwimmend? Die ersten anderthalb Tage wuselte ich ruhelos oder sass stoisch starrend vor dem Fenster. Auf der Suche nach Inspiration. Ideenfindung braucht seine Zeit. Ideenfindung funktioniert leider oft nicht auf Knopfdruck. Inspiration macht manchmal ein paar Umwege, ehe sie ein Licht im Gehirn aufgehen lässt. Doch als ich gegen Ende des zweiten Tages aus dem Fenster blickte und genau das sah, was ich schon die vergangenen zwei Stunden angestarrt hatte, geschah etwas: Inspiration. Nun, sie bestand aus einem Autoreifen, doch in solchen Momenten hinterfragt man nicht. Ein Blick auf den hängenden Reifen und die Idee der Rings of Life war geboren.

inspiration

idea

  • Blow it Up
  • Make it Hollow
  • Use the Center

Ich hatte Wasser. Ich hatte das Meer. Ich hatte nicht nur Wijk aan Zee, was ich mir im Vornherein als Ort ausgewählt und am Morgen des zweiten Tages auch angesehen hatte. Ich hatte Platz. Wieso also auf etwas Kleines reduzieren. Wasser bedeckt den Hauptteil unseres Planeten. Meine Idee konnte sich so gross ausbreiten, wie sie wollte. Auf Wasser lösten sich die Platzprobleme und gleichzeitig lösten sich Lärmbeschwerden in Luft auf. Die Ringe sollten aus organischem Material bestehen, welches sich aufblasen lässt. So können Events im Sommer stattfinden und im Winter verstaut werden. Eine kompakte Grösse macht damit auch Reisen möglich. So könnte der Event von Ozean zu Ozean wandern.

Am dritten Tag sollten wir unser Projekt festhalten. Mit Skizzen und einem Erklärtext. Es hat geholfen die Idee in Worte zu fassen. Durch die Ausformulierung konnte ich meine Idee noch weiter differenzieren.

ringsoflife

Ich habe bei diesem Projekt ausschliesslich mit dem iPad Pro und Procreate gearbeitet. Das Digitale Arbeiten hat Sinn gemacht, da man einfach direkt auf Bildern zeichnen kann und es eine undo-Funktion gibt. So spart man Papier und Nerven.

Im untenstehenden Video sind einige meiner Skizzen und Prozesse zu sehen.

coast