Die erste Unterrichtseinheit war vollgepackt mit Informationen und anders als ich es erwartet hatte. Das Gymnasium, das ich besucht hatte, war bekannt für das künstlerische Profil. Unsere Kunstlehrer bildeten uns aus Kunst zu schaffen (und versagten wohl oft an mir…). Doch das soll nicht das Ziel dieses Kurses werden. In diesem Kurs sollten wir nicht künstlerisch tätig sein, oder gar einen Stil finden, sondern einfach nur ein Handwerk erlernen. Skizzieren. Wer einmal einen Film produzieren will, muss ein Storyboard zeichnen können, allgemein scheint die bildnerische Darstellung in der heutigen Zeit stark an Bedeutung zuzunehmen. Und das ist natürlich verständlich. Nichts kann so schnell eine Message vermitteln, wie eine Skizze. Doch Skizzen dürfen auch nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Und das merkt man. Frau Hess hat gleich mit einem rechten Tempo losgelegt. So in 3min eine Hand zu zeichnen, hätte ich mir nun auch nicht zugetraut.

Die erste Übung war es, unsere Handinnenfläche zu beobachten und die Linien auf das Papier zu übertragen. Dabei sollten wir möglichst wenig aufs Blatt sehen. Allgemein stand diese Unterrichtseinheit ganz im Sinne davon, nicht hinzusehen. (und so genau wollte ich manchmal auch gar nicht hinsehen…)
Nach der Handinnenfläche, sollten wir die Falten unseres gekrümmten Zeigefingers aufzeichnen.
1_1_linien_der_handinnenflaeche

1_2_linien_gekruemmter_zeigefinger

Einen Handumriss hätte ich eigentlich immer so gemacht, dass ich die Hand aufs Papier lege und einmal nachfahre. Doch so läuft das leider nicht. Einmal vom Block wegdrehen, Hand beobachten und zeitgleich die Linien auf das Papier übertragen. Immerhin schaut diese Skizze wie eine Hand aus.
1_3_handumriss

Als nächstes das gleiche Spiel noch einmal. Diesmal in einer Pose.
1_4_handumriss_pose

Die nächsten beiden Übungen waren dann sozusagen die Verschnaufspause, ehe es richtig losging. Einmal Linien und Kringel bitte!
1_5_linien

1_6_schneebaelle

Und dann kamen die Gesten. In 3 Minuten zeichnen. Beim ersten Mal erhielten wir ein Bilddiktatk, Frau Hess leitete uns also, welchen Teil wir wann zu zeichnen hatten. Danach das gleiche noch einmal wiederholen. Und für die beiden darauffolgenden jeweils 3 Minuten Zeit und dann noch eine blinde Version, weil wir die Formen ohne Hirn zeichnen können müssen, oder so. Na ja, ich möchte gerne nicht über diese Strichknäuel sprechen… weiter im Text!
1_7_geste

1_8_geste

1_9_geste