Wie kann man Amsterdam lebenswerter gestalten? Dieser und vielen weiteren Fragen bezüglich Livability stellen wir, 90 MMP-Studenten, uns und versuchen zeichnerisch Antworten zu liefern.

Während unserer Blockwoche vom 6.-10. Juni skizzieren wir in Amsterdam Zukunftsvisionen für Pärke, Urban Gardening, Event Locations und vieles mehr.

https://sketchcity.ch/
– Inspiration und Sketches

Strasse
Leider sind viele Metropolen eher Betonwüsten als Lebensorte. Hauptgrund dafür ist, dass Grünflächen und Begegnungszonen immer mehr Strassen und Parkplätzen weichen müssen. Eine Stadt als Lebensort sollte jedoch wieder mehr den Fussgänger ins Zentrum rücken und sich nicht bloss auf Autofahrer konzentrieren.

Amsterdam ist heute eine der Städte mit den geringsten Emissionen, doch war dies nicht immer der Fall.

http://amsterdamsmartcity.com/
– Interessante Projekte

Amsterdam 1950

Amsterdam 1950

Bevor 1960 das Auto salonfähig wurde, war das Fahrrad das liebste Fortbewegungsmittel der Amsterdammer.

1975 wurden nur noch 1/4 der Strecken wie früher mit dem Velo gefahren. Das Auto verdrängte die Fahrradfahrer immer mehr und die historische Altstadt war nicht fähig sich an diese Mengen anzupassen.
Die Autos führten zu starker Luftverschmutzung und vieler Verkehrsunfälle mit Velos, die oft tödlich endeten.

rozengrachtprotest

Fahrradprotest in Amsterdam

Dies führte dazu, dass die Bevölkerung Amsterdam zum Protest gegen die Autos rief. Der Premierminister verabschiedete danach eine Reihe Gesetze, die Autofahren teurer machte und führte autofreie Sonntage sowie Fussgängerzonen ein. Zeitgleich verbesserten sie die Infrstruktur der Fahrradwege.

Heute sind 60% der Amsterdammer täglich mit dem Velo unterwegs. Diese grosse Zahl führt nun zu einer Überlastung des Velonetzes.

In Amsterdam gibt es 10 Fahrräder auf 1 Auto!

In Zukunft werden dank Systemen wie Uber, Carsharing und selbstfahrenden Autos, der Privatbesitz an Autos und an benötigten Parkplätzen stark zurückgehen.
Also will ich mir zur Aufgabe machen, Strassen zu skizzieren, die sich auf Fussgänger und Velofahrer fokussieren.

Unbenannt

Verkehrsauslastung Oosterpark

Alexanderplein
Der Alexanderplein trennt die beiden Viertel De Plantaage (nördlich) und Oosterpark (südlich). Beides sind sehr grüne Viertel mit vielen kulturellen Einrichtungen und Shoppingmöglichkeiten wie dem Dappermarkt, Tropenmuseum, Oosterpark, Natura Artis Magistra, botanischen Garten, dem Muiderpoort und vielem mehr. Besonders der Muiderpoort ist von grosser geschichtlicher Wichtigkeit. Früher war er ein Stadttor und schon Napoleon ritt triumphalisch hindruch.
Ich denke, dass viele Amsterdammer, wie auch Touristen, sich selten nach Oosterpark wagen. Und dass obwohl Oosterpark noch jünger und frischer als das sehr elegante De Plantaage daherkommt. Ein Grund für mich, nicht weiter als zum Muiderport zu gehen ist auch der Alexanderplein.

Zum Alexanderplein gehören die Plätze nördlich und südlich der Brücke und die Brücke über den Lozingkanaal selbst. Der Alexanderplein, der mit dem Fokus auf den Autofahrer gebaut wurde, verbindet die beiden Viertel De Plantaage und Oosterpark.

 

Für Fussgänger und Velofahrer sind die beiden Kreuzungen vor und nach der Brücke gefährlich und sehr unattraktiv.
Ich will deshalb den Alexanderplein umskizzieren, mit dem Fokus darauf, diese Viertel attraktiver zu verbinden.

Ziele

  • Attraktive Verbindung von De Plantaage und Oosterpark
  • Sicherer Weg für Velofahrer
  • ökologischer und grüner soll’s sein
  • Begegnungspunkte der Stadtteile und Kulturen schaffen

Für eine grünere, sicherere und lebenswertere Stadt.