Kategorie-Archiv: Sketch&Draw 2

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10. Storyboard Begriffe und Einstellungsgrössen, Verwendungsumfelder und Anwendung

Erna (Name frei wählbar) ist eine junge unerschrockene “Ökoflunze”. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, dass sie etwas tun muss gegen die abrutschenden Hänge in den Alpen, denn sie hat soeben die Bedeutung des Namens ihrer Strasse entdeckt: Rüfiweg. Starkregen, das Ende des Permafrosts, kurz, die ganzen klimatischen Veränderungen sind somit ihre Feinde. Diese bekämpft sie in der Manier von Don Quijote, mit total schrägen und unkonventionellen Mitteln.

Erna bindet den Hang mit der Länge nach aufgeschlitzten alten Pneus hoch, sie armiert ihn mit Spaghetti, die Löcher dafür bohrt sie mit dem Küchenmixer. Erna agiert liebenswet schräg und sehr sehr sehr besorgt um die Umwelt. Sie kämpft auf verlorenem Posten.

Die Pointe: eine Studentin/ein Student guckt amüsiert auf dem Laptop, welche aberwitzigen Ideen die Ökoflunze heute wieder hat. Der Kommentar des Studenten/ der Studentin: “ERNA sollte sich eben für ein Ingenieurstudium an der HTW Chur einschreiben, dann wüsste sie, wie man diese Probleme löst.”

Aufgabenstellung 
Skizzieren Sie Erna. Geben Sie ihr Attribute mit, die sie leicht wiedererkennbar machen und die Ihnen bei der Darstellung helfen (Manschetten, Kragen, eine besondere Windjacke … ) Zeigen Sie einige Attribute mit Lupen. Skizzieren Sie minimal vier Einstellungen, wie Erna den Hang “festhält”, wie sie den Hang sichert. Suchen Sie unkonventionelle und auch abstruse Lösungen, aber immer umsichtige und ehrlich für die Nachhaltigkeit engagierte Lösungen. Skizzieren Sie die Einstellung mit dem Studierenden vor dem Laptop.
Organisation 
Verteilen Sie sich auf Teams von 1 Berner – 2 Churer. Beraten Sie die Stories in Teams. Jede/r erarbeitet seine individuelle Lösung, nur die Ideenfindung ist zusammen, so dass sie sich gegenseitig Fragen stellen können, um die Verständlichkeit des Storyboards zu prüfen. Arbeiten Sie in den Räumen A 2.09, A 3.01 und A.3.08. Geben Sie Ihre Arbeiten bis spätestens 16.30 Uhr digital auf dem Blog ab. Die Berner dürfen Fotos der Bleistiftskizzen hochladen. Begleiten Sie die Skizzen mit Text, so dass das Storyboard für einen Aussenstehenden klar wird.

 

Bewertung:

Plot: Wird in den Skizzen des Storyboards die Geschichte visuell erzählt? Sind die Einstellungsgrössen entsprechend den Inhalten angewendet?

Figur: Erscheint die Person Erna als individuelle Persönlichkeit?

Skizze: Sind die Regeln von Sketch&Draw angewendet?

Wurf: Überzeugt die gesamte Lösung?

Blattgestaltung/ Blog: Ist die Präsentation auf dem Blatt (Berner) oder auf dem Blog (Churer) schön gelöst, gemäss den vermittelten Gestaltungsgrundlagen im Modul Mediengestaltung produziert?

Hier einige studentische Beispiele

Unterlagen

Hier ein Link einer möglichen Anwendung mittels Animation und Realfilm: Weiter zum Film

Universität Bern/ Syngenta/ Swiss Pavillon
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9. Ausdruck und Abstraktion für Animationszeichnungen finden

Ausdruck und Gesten, Drapperie und Kostüm, Tricks, dos und donts in der Grundkonstruktion der Animation

 

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Skizzieren Sie als Aufwärmübung die Animationsskizzen einiger  männlichen Figuren aus dem Buch Animation Drawings ab. Achten Sie dabei, wie der Zeichner die Linien geführt hat und versuchen Sie aus den Vorlagen ihre Erkenntnisse über das Herausstellen der Merkmale zu gewinnen.

Ausdruck

Ausdruck entsteht durch eine vorhandene Begebenheit, die akzentuiert, überhöht, vergrössert, verkleinert oder überlängt wird.

Vorlage Papst Gregor

Papst Gegor als Skizze mit normaler skizzenhafter Anmutung.

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Diese Dinge sind markant und werden in der folgenden Skizze akzentuiert.0209_gregor3

Der Blick wird durch die Helligkeit, die Anzahl Striche, die Varianz der Linien geführt. Was nicht wichtig ist wird weggelassen. 0209_gregor2

 

Weitere Skizzen durch reduzierte Zeichenzeiten ermöglichen eine zusätzliche Abstraktion und fördern den Ausdruck.

 

60 Sekunden

45 Sekunden

30 Sekunden

15 Sekunden: Selbst bei einer Skizze, die in nur 15 Sekunden entstanden ist bleibt das Wichtigste bestehen.

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Hier finden Sie nochmals einen Link zu einem Bleistift von 4 px Grösse. Bleistift Pinsel Downloadlink

Spannender Link zu Animationsskizzen: How To Create Comics Preview

Pflichtlektüre und weiterführende Inhalte: Gesture Drawing for Animation

Pflichtlektüre Repetition: Basic Sketching Techniques

Weiterführende Lektüre und Hintergrund: Bilden mit Bildern

Mit farbigen Flächen zusammengezogen und so die Formen unterstützt.

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Durch den Hintergrund ist die Figur nun ebenso betont.

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How To Draw Like Disney’s Best Animators

Hier ein spannendes Tutorial

 

 

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7. Kopf: Proportionen, Perspektiven und Profile Ausdruck

Vergessen Sie die Comic Form des Mudes in einer realen Zeichnung. Diese wirkt immer unbeholfen und dominiert damit die ganze Anmutung der Skizze.  Achten Sie für eine physignomische Ähnlichkeit auf die Öffnung des Mundes, bzw. auf die Linie, welche die Oberlippe und die Unterlippe trennt. Ziehen Sie immer diese Trennlinie als erste Linie. Setzten Sie anschliessend die markanten Punkte des oberen Randes der Oberlippen und dann dieselben Punkte der Unterlippen. Lassen Sie die Mundwinkel vorerst offen, denn durch die Offenheit entsteht Interpretationsraum für den Betrachten, welchen man anfänglich gut gebrauchen  kann (Induktion).

 

Anleitung Mund

Anleitung Gesicht

Anleitung Kopf zeichnen

Gesicht und Ausdruck

Figuren flattern

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6. Augen: Grundregeln für die einfach Darstellung

Anleitung Auge skizzieren 

Arbeitsblatt bitte sorgfältig durcharbeiten.

Achten Sie immer darauf, dass Sie die Linien in zwei Schritten führen, also auf und ab. Legen Sie den Wendepunkt der Linie vorab fest. Die Wendepunkte der Linien entscheiden über die Ähnlichkeit des Abbildes. Ziehen Sie immer auch zwischen den markanten Punkten Linien und legen Sie deren Richtungen mit der Gedankenhilfe “Uhrzeit” fest.

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Augenwinkel immer offen lassen!

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Skizzen mit weniger Linien führen oft zu einem besseren Resultat. sketchanddraw_02_06_04

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5. Die menschliche Figur: Ankerpoints für Posen und Spannung in der Figur

Die markanten Punkte des Körpers dürfen bei der Abstraktion nie verloren gehen.

Hier sind sie in einer Zeichnung eingetragen.

sketchanddraw02_403Sie benötigen für die heutige Vorlesung das PDF fashion_drawing.pdf auf Moodle.

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Kopieren ab Papier und Workflow zur Entwicklung eigener Skizzen.

Legen Sie eine Kopie einer Figurine auf Ihr Tablet und skizzieren Sie dieses direkt ab. Erweitern Sie die Skizze mit formbildenen Elementen der Mode. Dies sind Kragen, Ärmel, modischen Schnittlinien etc.

Nutzen Sie die Pflichtlektüre, um eigene Ideen daraus zu entwickeln.

 

Bitte lernen Sie diese PSD  Befehle:

B: Brush
L: Lasso
V: Verschieben
E: Erasor/Gummi

cmd.+ctr.+shift.+4 Damit können Sie eine Auswahl /Screenshot direkt in die Zwischenablage kopieren.

 

 

 

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4. Die menschliche Figur: Animation und Bewegung, solid, flexible Modell

Lektüre auf Moodle

Hier können Sie eine Sammlung von rund 200 Photoshop Pinsel herunterladen. Speichern Sie die .abr Datei und importieren Sie diese anschliessend in die Pinselpalette durch den Befehl hinzufügen (sonst werden ihre bisherigen Pinsel entfernt!).

Pinsel

Etui

Die Werkzeugvorgaben sind eine Art Etui. Hier stellen Sie sich alle Arten von Werkzeugen bereit. Sie konfigurieren die Werkzeuge in der Pinselpalette und speichern diese in den Werkzeugvorgaben. Erstellen Sie Bleistifte, Malpinsel mit und ohne Farbvorgaben, Radiergummis, ….  Tutorials gibt es auf Lynda oder überall auf dem Netz.

Solid Flexible Modell

Bitte beachten Sie die Pflichtlektüre auf Moodle

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Skizzieren Sie die weibliche Figur in allen Ansichten rund herum. Achten Sie auf die sich ändernden Richtungen der Beckenlinien, der Gürtellinien und der Schulterlinien.  Behelfen Sie sich mit den vereinfachenden Tricks von Kleidern, dies sind im Besonderen Manschetten und Kragen, Gürtel und gestreifte Stoffe.

Arbeiten Sie mit Übertreibungen. Achten Sie immer wieder auf flatternde Linien, offene Linien und kreuzende Linien. Diese helfen Ihnen , die “richtige Form” zu finden. Unten ein Beispiel mit übertriebenen Linien und bewusst gesetzten falschen Linien, dies ist so gemacht, dass der Stift nie absetzt. Modulieren Sie die Linie aber ständig, da sonst eine nicht ansprechende Linie entsteht, welche den Betrachter verwirrt.

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Einige wichtige Hinweise aus der Pflichtlektüre

1. Geben Sie immer den Raum an. Setzen Sie die Füsse der Figuren immer in den Raum greifend.

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2. Verwenden Sie wenn möglich immer Höhenkurven, respektive Linien, die sich um die Form bewegen. Dies sind Manschetten und Säume, gestreifte Leibchen und Muster.

Screenshot 2015-03-10 11.18.39

3. Die flache Form ist nicht attraktiv. Bitte immer die Form mit dem Raum verbinden.

Screenshot 2015-03-10 11.14.59

Hier eine zeichnerische Umsetzung der T-Modell Regel aus der Pflichtlektüre.

sketchanddraw02_04_03Lehrziele:

Photoshop Pinsel und Werkzeugvorgaben festlegen können.

 

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3. Die menschliche Figur: Perspektive an der Figur für räumliche Eindrücke sowie die Figur an sich im perspektivischen Umfeld

Nach der Proportion ist die Perspektive an der Figur das Wichtigste.

Die Perspektive an der Figur zeigt sich in der Mittellinie und an den Schultern. Ein besonderes Augenmerk gehört also der Mittellinie.

1. Beobachten Sie die Richtungen der Mittellinien. Skizzieren Sie diese.

2. Dann setzen sie die einzelnen Volumen wie unten abgebildet und in der Pflichtlektüre auf Moodle genau erläutert.

Der Grundalgorithmus heisst GROSSE BEWEGUNG plus KLEINE GEGENBEWEGUNG.

Üben Sie diese Abfolgen, bis Sie diese intus haben. Dann gehen Sie an die Fashionmodels.

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Einfache Ansichten von Models finden Sie unter der Modeschau Milano Madonna

Skizzieren Sie an den laufenden Bildern der Videos

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2. Die menschliche Figur: Proportionen, Landkarte der Schlüsselpunkte des menschlichen Körpers

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Landmarks

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Die Landmarks dienen dazu, den flatternden Linien den visuellen Halt zu geben

Propotion

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Suchen Sie damit eine Position und skizzieren Sie auch einmal das Skelett. Das Skelett zeigt alle markanten Punkte des Körpers.

Damit man eine Figur “richtig” skizzieren kann, sollte man etwas über die Proportionen wissen. Grundsätzlich teilt man jede Figur in zwei Hälften. Die Scham, der Schritt liegt beim Mann und der Frau auf der geometrischen Mitte.

Den Unterkörper teilt man in zwei Hälften. Die Knie liegen immer über der Mitte (eigentlich Viertel).

Den Oberkörper teilt man in drei Teile. Die erste Einteilung liegt auf Schulterhöhe, auf der zweiten Einteilung liegt der untere Rand des Brustkorbes.


Auf Biodigital Human können Sie sich selbst eine Figur erschaffen.

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Arneiten Sie immer  auf einem Hintergrund. Nehmen Sie, wie hier in diesem Beispiel, den Fussboden als Struktur für den Plattenton. Spielen Sie auch mit Werkzeugen des PS herum. Hier wurde der Kaffeefleck mit dem Interaktiv-Verschieben Werkzeug an den richtigen Ort verschoben.

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Sie brauchen sicher 20 Skizzen, damit Sie die Landmarks in den Griff bekommen. Auf Moodle finden Sie zahlreiche Vorlagen. Nutzen Sie diese zum Abpausen.

Lehrziel: Die Landkarte des Körpers kennen (theoretisch und zeichnerisch), Proportionen der Körpereinteilungen (Hälfte/Häfte – Drittel/Hälfte) kennen.

 

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1. Raumbildende Mittel und Perspektive, Grösse, Farbe, Überschneidung im Dienste der Raumtiefe

Sämtliche Skizzen in diesem Semester erstellen Wir mit einem Grafiktablett. Hierfür reicht ein einfaches Tablett mit 1024 Druckstufen.

Ein Tablett mit 2048 Druckstufen ist die Luxusvariante. Hier spüren Sie nicht mehr, dass Sie digital zeichnen.

Digitale Skizen wirken besser, wenn sie auf einem “Plattenton” stehen. Der Plattenton ist eine leichte Textur, die man ganz einfach mit einem Pinselstempel erstellen kann. Er übernimmt die Funktion der Textur oder Körnung des Papiers. Für die Grundstimmung der Skizze ist dies von zentraler Bedeutung, da der Plattenton die Striche mit dem Raum verbindet.

Legen Sie sich mit der zeit solche Plattentöne an, sie sind der digitale Ersatz von Papier. Der Plattenton kann auch ganz bunt sein, so wie das gelbgrün oben.

Um den Raum zu bilden braucht man einige wenige Regeln.

Grösse

Grosse Dinge werden  grundsätzlich als näher wahrgenommen als kleine Dinge. Dinge im Vordergrund liegen meist am unteren Bildrand oder am oberen Bildrand.

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Überschneidung

Die Skizze findet an den Überschneidungen der Dinge statt. Grundsätzlich gilt, dass die Anzahl der Überschneidungen.

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Farbe

Dinge im Vordergrund sind bunt. Dinge im Hintergrund werden je weiter entfernt sind sie sind, umso unbunter. In der Kunstgeschichte spricht man von der Farbperspektive. In der Renaissance war es ein zentrales malerisches Mittel, den Hintergrund “in Rauch” zu tauchen: man nannte es “sfumato”.

Linien

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Verlängerte Linien über die Ecken heraus betonen die Richtung.

Für die Perspektive gilt

  • Senkrechte Linien bleiben senkrecht.
  • Horizontale Linien unter der Augenhöhe steigen in der Ansicht zum Fluchtpunkt hin.
  • Ansichten mit nur einem Fluchtpunkt verwendet man für Objekte, die senkrecht vor dem Betrachter liegen.

Technisches Lehrziel:

Wacom und Photoshop

Sie können selbst Pinsel erstellen und deren Spezifikationen einstellen.

Eine Pinselsammlung finden Sie bei Carlotta Pen