Kategorie-Archiv: 1. Semester

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Sketch&Draw Lektion 2 | Hände

die Linie flattern lassen

mit Strichbündeln arbeiten
mit kreuzenden Linien arbeiten
mit offenen Linien arbeiten
den Strich akzentuieren
den Strich assoziieren
Perspektiven anwenden
Abmessen
Dunkelheiten setzen
Schatten konstruieren

Ziel: die Linie differenzieren können, die Richtung erkennen, den Duktus differenzieren können, die Linie flattern lassen.

 

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Nehmen sie ihre Hand, die nicht skizziert und halten Sie diese in einer entspannten Haltung. Setzten sie sich so hin, dass sie vom Tisch, und damit vom Papier abgewendet sind. Sie sollen den Blick während der ganzen Zeit nicht auf das Blatt richten.

Skizzieren sie nun äusserst langsam den Umriss ihrer Hand. Versuchen sie jede Bewegung der Silhouette mit dem Bleistift zu erfassen. Ziehen sie, wo es markant ist, auch einige Linien in die Form hinein. Arbeiten sie ohne auf das Blatt zu sehen. Allenfalls fällt der Bleistift vom Blattrand, dann ertasten sie sich einen neuen Startpunkt auf dem Papier und machen weiter. Arbeiten sie sehr langsam und konzentriert. Die Proportionen der Hand werden bei dieser Herangehensweise nicht stimmen.

Machen sie nun eine Geste wie das Victory Zeichen und Skizzieren sie nun die Hand wiederum auf dieselbe Art. Mogeln sie nun, so dass sie zu einer grösseren anatomischen Ähnlichkeit kommen.

 

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Machen sie eine Pause und gucken sie die Skizze danach erneut an. Mit diesem “frischen Blick” können sie nun wo nötig noch markante Linien verstärken.

 

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Es gehört zu den besten Übungen die eigene Hand so zu skizzieren. Wiederholen sie das oft genug, bis sie die Linie flattern lassen können und gelernt haben, dass man mit Strichbündeln korrektiv eingreifen kann.

Selbststudium Linien

Selbststudium Popcorn und Pralinen 

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Sketch&Draw Lektion 11 | Richtungen und Abmessen

die Linie flattern lassen

mit Strichbündeln arbeiten

mit kreuzenden Linien arbeiten

mit offenen Linien arbeiten

den Strich akzentuieren

den Strich assoziieren

Perspektiven anwenden

Abmessen

Dunkelheiten setzen

Schatten konstruieren

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Die auf dem Bleistift abgemessene Länge wird direkt auf das Zeichenpapier übertragen.

Falten Sie ein Eselsohr in ein Blatt und legen Sie dieses an die Ihnen gegenüberliegende Kante des Tisches, so dass Ihnen eine Ecke gegenüberliegt.

Lehnen Sie nun auf dem Stuhl zurück und platzieren Sie Ihre  Zeichenfläche möglichst senkrecht. Dies ist darum wichtig, da die Zeichenfläche in der selben Ebene wie die Bildfläche stehen muss.  Ist dies nicht so, erscheinen die Dinge verkürzt, bzw. überlängt.

Skizzieren Sie mit einem horizontalen Strich die hintere Tischkante.

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1. Mit ausgestrecktem Arm wird nun die Höhe des Blattes auf dem Bleistift abgemessen und auf das Blatt übertragen. Die Ecke B kann nun festgelegt werden.

2. Dann werden die beiden Richtungen der Blattkanten festgelegt. Hierfür verwenden Sie die Methode mit dem Zifferblatt. Dann messen Sie wiederum die länge der beiden Kanten ab und konstruieren auf diese Weise alle Längen und Richtungen des auf dem Tisch liegenden Blattes.

Der Arm ist immer vollständig ausgestreckt, da die Abmessungen sonst ungenau werden.

Die schlimmsten Fehler beim Skizzieren passieren in den ersten zwei Minuten. Darum ist es besser, sämtliche Richtungen und Längen abzumessen.

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Zuerst wird ein markanter Punkt im Bild festgelegt. Ob eine Linie von diesem Punkt aus fällt oder steigt, prüft man am besten, indem man ein Auge zusammenkneift und dann den Bleistift über diese Linie hält. Anschliessend wird die Neigung des Bleistifts aufs Blatt übertragen.
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Es können mit dem Bleistift auch die Proportionen abgemessen und in die Zeichnung übertragen werden. Dafür sucht man eine markante Länge und legt den Bleistift wie oben gezeigt über den Gegenstand. Diese gemessene Länge trägt man nun auf dem Bleistift ab. Anschliessend sucht man nach gleichen Längen oder auch einem Vielfachen dieser Längen und überträgt sie in die Zeichnung.

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Wenn die Proportionen stimmen sollen, dann müssen Richtungen und Längen nachgemessen werden.

Selbststudium

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Sketch&Draw Lektion 8 | Schuhe & Nähte

die Linie flattern lassen
mit Strichbündeln arbeiten
mit kreuzenden Linien arbeiten

mit offenen Linien arbeiten

den Strich akzentuieren

den Strich assoziieren

Perspektiven anwenden
Abmessen
Dunkelheiten setzen
Schatten konstruieren

Kleine Aufwärmübung zum “einflattern” zum Beginn der Lektion

Nehmen Sie vier Blätter, A4 Hochformat. Schreiben Sie vier Briefe oder Texte – optisch eingemittelt – mit vier unterschiedlichen Schrift-Stilen ohne dabei Buchstaben zu verwenden. Suchen Sie den Ausdruck nur im Duktus: ein Beschwerdebrief,  ein Brief ans Steueramt,ein netter Brief und ein Liebesbrief mit spezieller Inititale des oder der Angebeteten.

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Was macht eigentlich ein Zündholz aus?

Die Dinge eine Geschichte erzählen zu lassen, das ist die Aufgabe des Skizzierenden bei seiner Tätigkeit. Wenn ein Streichholz zu Zeichnen ist, dann stellt sich für den Zeichner die Frage nach dem Typischen. Nun, das Typische am Streichholz ist, dass es brennt.

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Das abgebrannte Streichholz

Das noch nicht entflammte Streichholz unterliegt hier also dem verbrannten, verdrehten, verkohlten und einzigartig geformten Streichholz. Der Zeichner entscheidet sich darum das verkohlte Streichholz zu zeichnen. Er versetzt sich in die Rolle des Streichholzes, versucht zu erfassen, wie es dem Streichholz ergangen ist, als es brannte, was sich an seinem Zustand änderte und welche Auswirkungen es wohl gehabt hat.

Skizzieren Sie ein Streichholz, welches die Geschichte erzählt, dass es wegen Wind nur kurz brannte.

Skizzieren Sie ein Streichholz, welches die Geschichte erzählt, dass ein Kind damit den Versuch startete, es voll und ganz abzubrennen, so dass keine Faser Holz mehr übrig blieb.

Und wie skizzieren Sie ein Streichholz mit der Diagnose “Burn-out”?
Was ist WESENTLICH?
Was müssen Sie eigentlich darstellen?

Genau, das Streichholz ist nun personifiziert. Das Wesentliche der Person ist, dass sie aufrecht geht/steht. Also lösen Sie sich von der horizontalen Darstellung des Streichholzes und stellen Sie es nun vertikal dar. Das Wesentliche am Krankeitsbild ist, dass es abgebrannt ist, defekt, gebrochen? Also stellen Sie den Defekt dar, möglicherweise ist der Kopf abgebrochen …

Skizzieren Sie die Dinge immer erst nachdem Sie die Fragestellung nach dem Wesentlichen beantwortet haben.

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Ein Lösungsvorschlag …

Ist der Brunnen der Vergangenheit wirklich tief?

Der Brunnen der Vergangenheit ist tief.

Tief ist der Brunnen der Vergangenheit.

Welcher Satz ist Literatur? Und warum ist er das? Begründen Sie.

Googeln Sie anschliessend die Lösung und reflektieren Sie den Titel des Buches.

Übrigens: Der Satz, der mit dem Adjektiv “Tief” beginnt, ist auch aus typografischer Sicht der bessere Satz. Die Anatomie des Buchstabens T unterstützt den Inhalt des Wortes tief.

 

Der Zeichner sucht immer die Story hinter den Dingen, die typisch sind und skizziert diese in die Abbildung hinein.

Schuhe erzählen Geschichten

Schuhe reflektieren unsere Person, sie erzählen vom Alter einer Person, von der Persönlichkeit, von den sozialen Verhältnissen, der gesellschaftlichen Stellung sowie vom Lifestyle. Schuhe zeigen in welcher Welt wir leben, uns bewegen und wo wir in unserem Leben stehen und gehen.  Schuhe sind Fetische. Für Schuhe ruiniert Frau sich auch gerne mal. Weiter sind Schuhe auch Symbole – denken Sie an Aschenputtel – und Schuhe sind Zeitzeugen, Modeacessecoires oder Machtsymbol.

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Ein Paar Schuhe, so schnell hingeworfen wie die Linien, mit welchen diese gezeichnet wurden.

Skizzieren Sie die Schuhe von der Vorlagen. Achten Sie dabei, dass Sie die Linien entsprechend assoziieren. Hierfür eignen sich besonders die Nähte und das Muster der Schuhe. Skizzieren Sie entsprechend den vorhergehenden Übungen in verschiedenen Tempi.

Bilder aus dem Rijksmuseum Amsterdam

(login erstellen)

Pair of shoes (oxfords), A. van Goethem, c. 1930 – c. 1940

Pair of women’s high-heeled shoes, Anonymous, c. 1690 – c. 1710

Pair of pattens, or overshoes, Anonymous, c. 1700 – c. 1760 

Skizzieren Sie nun drei eigene Schuhpaare und lassen Sie sich inspirieren von den Linien der Skizzen. Versuchen Sie drei verschiedene Typen von Schuhen zu skizzieren.

Selbststudium Handschuhe 

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Sketch&Draw Lektion 6 | Räder & Figuren

… die Linie flattern lassen

… mit Strichbündeln arbeiten

… mit kreuzenden Linien arbeiten

… mit offenen Linien arbeiten

… den Strich akzentuieren

… den Strich assoziieren

… Perspektiven anwenden

… Abmessen

… Dunkelheiten setzen

… Schatten konstruieren

 

Ziel: offene Stellen in den Skizzen offen belassen, mit offenen Linien arbeiten, die Linie differenzieren können, den Duktus einsetzen können, mit Strichbündeln arbeiten können und so den Fokus lenken können, die Linien als raumbildendes Mittel einsetzen können

Schaufensterpuppen

Schaufenster mit Reflexionen.

 

Mit offenen Linien zu arbeiten heisst, die Art und Weise, wie wir sehen in der Skizze wiederzugeben. Es gehört zu den ganz normalen Dingen des Alltags, dass wir gewisse Dinge nicht sehen. Dies kann sein, weil Glas spiegelt, etwas verdeckt ist, oder weil wir gar nicht hinsehen.

 

Induktion

Induktives Sehen bedeutet sofort das Ganze zu denken, obwohl nur Teile sichtbar sind. Die Weglassung ist eine bedeutende Gestaltkomponente.

 

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Linke Figur mit offenen Linien skizziert.

 

Skizzieren Sie die linke Figur, so wie Sie diese sehen. Lassen Sie die Linien weg, die durch die Spiegelung oder andere Dinge unsichtbar sind. Arbeiten Sie rasch und orientieren Sie sich an den Richtungen. Wenden Sie immer die ersten drei Regeln an und beachten Sie besonders die Regel des offenlassens von Linien.

 

Grundstruktur mittlere Figur.

Grundstruktur der mittleren Figur.

 

Skizzieren Sie anschliessend die Figur in der Mitte. Achten Sie auf die aufsteigende Linie der beiden Schultern sowie auf die ausladenden Linien des Oberkörpers.

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Schnelle Skizze innerhalb 2 Minuten mit 80 Strichen.

 

Wiederholen Sie diese Übung der Weglassung mit den Fahrradbildern (auf Moodle).

 

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Abgestellte Fahrräder eignen sich bestens für Induktionsskizzzen.

 

Striche zählen

Skizzieren Sie fünf Fahrräder und versuchen Sie dabei die Striche zu zählen. Skizzieren Sie ein Fahrrad mit 50 Strichen, eines mit hundert Strichen etc. Suchen Sie nach der optimalen Strichzahl.

Durch das Zählen wird die Aufmerksamkeit weg von der Selbstkontrolle gelenkt. Dies ergibt freiere Skizzen. Zählen Sie laut, damit Sie sich selbst kontrollieren können.

 

Selbststudium_6

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Sketch&Draw Lektion 5 | Felltiere & Hasen

die Linie flattern lassen

mit Strichbündeln arbeiten

mit kreuzenden Linien arbeiten

mit offenen Linien arbeiten
den Strich akzentuieren
den Strich assoziieren
Perspektiven anwenden
Abmessen
Dunkelheiten setzen
Schatten konstruieren

 

Test

Ziel: die Linie differenzieren können, den Duktus einsetzen können, mit Strichbündeln arbeiten können und so den Fokus lenken können, die Linien als raumbildendes Mittel einsetzen können

Objekte mit strukturierten Oberflächen erleichtern das Skizzieren. Wenn Skizzen von Tieren mit zum Beispiel Fell herzustellen sinds, so bieten sich die Linien der Haare an, die Striche entlang diesen Texturen zu führen.

Beim Skizzieren nach einer Vorlage ist es immer wichtig, den Blick so oft wie möglich auf der Vorlage zu halten.  Denn in der Vorlage sind die visuellen Informationen enthalten, die es umzusetzen gilt. Versuchen sie so wenig wie möglich auf das Skizzenpapier zu gucken.

Als Aufwärmübung zum Skizzieren ist es gut, eine schnelle Skizze nach Vorlage zu erstellen. Nehmen sie einen Feldhasen aus den Vorlagen und skizzieren sie diesen. Halten sie sich an die Umrisslinien, ohne mit den Strichen die Form gänzlich zu schliessen. Zeihen sie die Linie zügig und flüssig, aber ständig kontrolliert. Setzen sie für die Form immer mehrere Linien, indem sie eine Linie zur Annäherung, die zweite Linie korrigierend und die dritte Linie am richtigen Ort kreuzend setzen.

Skizzieren sie fünf Felltiere mit unterschiedlichen Tempi: 2 Minuten, 5 Minuten, 1 Minute, 3 Minuten und nach eigenem nötigen Zeitaufwand.

Bei der Strichführung sollten neben den umreissenden Linien immer auch Linien in die Form hinein führen, damit die Gegenstände plastisch erscheinen.  Solche Linien sind an den Ansätzen der Extremitäten, oder auch auf der Textur zu beobachten und sollten stets mit skizziert werden.

Wenn Tiere skizziert werden, so sollte immer die Anatomie mitbedenkt werden. Fragen Sie also immer, wo das Knie, die Schulter, die Fersen etc. liegen. Damit wird es Ihnen leichter fallen, die Bewegung des Tieres zu erfassen. Dies ist besonders wichtig, wenn beim Storyboard Abläufe visualisiert werden müssen.

Wenden sie nach den Übungen im Unterricht das anatomische Wissen bei den Skizzen des Selbststudiums an.

Selbststudium Sketch&Draw 5

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Skizzierter Hase ausgehend von einer Vorlage. Zeitaufwand  7 Minuten.
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Sketch&Draw Lektion 3 | Fische

die Linie flattern lassen

mit Strichbündeln arbeiten

mit kreuzenden Linien arbeiten
mit offenen Linien arbeiten
den Strich akzentuieren
den Strich assozieren
Perspektiven anwenden
Abmessen
Dunkelheiten setzen
Schatten konstruieren

Ziel: die Linie differenzieren können, den Duktus einsetzen können, mit Strichbündeln arbeiten können und so den Fokus lenken können, die optische Mitte festlegen können.

 

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Skizzieren sie acht von diesen Fischen (Vorlagen auf Moodle) in unterschiedlichen Tempi.

Die Vorlagen sind absichtlich etwas ausgefallen. Die Fischdarstellungen zeigen alles Fische, die ein Element enthalten, welches sehr speziell und dafür artentypisch ist. Diese Darstellungsweise wird in der Wissenschaftlichen Zeichnung angewendet.

(Felix Platter, Herbarium, Pflanzen und Illustrationen, Burgerbibliothek Bern)

Skizzieren sie drei Fische in weniger als drei Minuten.

Skizzieren sie drei Fische sehr langsam und differenziert, indem sie die ersten beiden Regeln anwenden. Halten sie das Auge auf der Vorlage, die Proportionen werden noch nicht stimmen, da diese nicht abgemessen wurden. Wir werden uns dem Abmessen zu einem späteren Zeitpunkt widmen.

Skizzieren sie einen Punk-Fisch und einen Baby-Fisch. Oder einen Tanz-Fisch und einen Doppelkopf-Fisch – gehen sie immer von der Vorlage aus und übertreiben sie einen Aspekt davon.

Die Optische Mitte

 

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Die Optische Mitte ist der Ort auf der Bildfläche, an welchem die Skizze am ruhigsten steht. Diese Ruhe bietet der Skizze ein optimales Umfeld, um möglichst ungestört wahrgenommen zu werden. Sämtliche Skizzen sollten auf dem Papier an der optischen Mitte ausgerichtet werden.

Selbststudium Sketch&Draw 3

Selbststudium Sketch&Draw 3a

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Sketch&Draw Lektion 1 | Linien beobachten

… die Linie flattern lassen

… mit Strichbündeln arbeiten

… mit kreuzenden Linien arbeiten

… mit offenen Linien arbeiten

… den Strich akzentuieren

… den Strich assoziieren

… Perspektiven anwenden

… Abmessen

… Dunkelheiten setzen

… Schatten konstruieren

Ziel: die Linie differenzieren können, die Richtung erkennen, den Duktus differenzieren können.

Beobachten Sie die Art und Weise, wie sich die Linien in Ihrer Hand verhalten. Versuchen Sie mit dem Bleistift dem Duktus der Linie zu folgen. Versuchen Sie dabei den Bleistift möglichst unterschiedlich zu führen. Dies kann so erreicht werden, dass die Beschaffenheit der Linien mit Adjektiven benennt werden. Krakelig, weich, gebogen, abgebrochen, neu angesetzt, …

hand

Es werden nur die inneren Linien der Handfläche beobachtet.

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Zitterig und krakelig sollen die Linien werden, je bewegter umso besser.

Beobachten der Falten in der Hand: Setzen Sie sich für die Übung quer an den Tisch, so dass nur die zeichnende Hand auf dem Tisch ist. Arbeiten Sie ohne auf das Papier zu gucken und mit einem äusserst langsamen Tempo.

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Die Richtungen der Linien benennt man nach der Richtung des Stundenzeigers auf der Uhr. Die Benennung der Richtung hilft die Strichrichtung zu finden und sich nicht von Täuschungen verleiten zu lassen.

 

Durch das Sprechen wird die Konzentration auf die Sprache gelegt. Die Skizze, der Strich wird dadurch freier.

Jede Linie hat eine Richtung. Knicken sie den Zeigefinger und beachten sie die Richtung der entstehenden Falten. Jede Falte hat eine andere Richtung. Gewöhnen sie sich an, jeden Strich nach seiner Richtung – man benennt die Richtung nach der Richtung des Stundenzeigers – zu benennen. Besonders in den ersten Sekunden muss die Richtung der Linien reflektiert werden. Oftmals täuschen die Richtungen, was zu falschen Abbildern führt.

Skizzieren Sie nun sämtliche Falten in der Innenhand und benennen jede Richtung laut vor sich hin.

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Skizziert ohne auf das Blatt zu gucken; die Aufmerksamkeit gilt einzig der Bewegung der Linie. Denn an Information reiche Linien machen eine gute Zeichnung aus.

 

Wiederholen Sie diese Übung noch einmal und versuchen Sie dem Geräusch der Linie Achtung zu schenken. Es sollte frei von “schruppenden” Tönen sein, je unterschiedlich der Klang des Bleistifts, umso differenzierter die Linie.

Selbststudium Sketch&Draw 1